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Berufsorientierung

 

Wo unser Papier herkommt

Eine Exkursion im Rahmen der Berufsorientierung im Schuljahr 2011/12

Am 28. November 2012 verbrachte die 4B Klasse einen ganzen Tag in der „Welt des Papiers“. Am Vormittag gab es einen informativen Besuch im Papiermuseum Steyrermühl, am Nachmittag zeigte uns der Vater von Matteo Mascher „seinen“ Betrieb, die Papierfabrik SCA in Laakirchen. Seine Führung war hochinteressant!

SCA-Papierherstellung

Rohstoffe

Für die Herstellung von Papier können Fasern aus den unterschiedlichsten Baumarten genutzt werden. In Laakirchen werden Nadelhölzer (= Primärfasern) und Fasern aus gesammeltem Altpapier, die sogenannten Sekundärfasern verwendet.


Papiermaschine PM 11

Papierrecycling in Laakirchen

Laakirchen. Das österreichische Papierwerk an der Traun produziert neben Papier auch noch mehrere Abfallstoffe. Aber was passiert damit?
Bei den Produktionsprozessen fallen grundsätzlich die verschiedene Reststoffe an ( 104 000 Tonnen Faserrückstände, 58 000 Tonnen Rinde, 4000 Tonnen Rejekte).

  • Aus 29 % der Faserrückstände entstehen Ziegel.
  • Die anderen 71% gelangen in einen Wirbelschichtkessel, genau so wie die Rinde und 74% der Rejekte.
  • Daraus wird Asche gewonnen, die schließlich zum Bauen verwendet wird.
  • Die anderen 26% der Rejekte kommen auf eine Mülldeponie, daraus wird ebenfalls wieder Asche erhalten.


In Summe werden mehr als 99% der Massenreststoffe wiederverwertet, womit das Papier der SCA Laakichen praktisch abfallfrei produziert wird.
Die Reinigung des bei der Papierproduktion entstehenden Abwassers erfolgt in mehreren Schritten, dabei kommen mehrere Kläranlagen zum Einsatz. So kann auch das Wasser der nahe gelegenen Traun sauber bleiben.

Geschichte des Papiermachermuseums

Die"Alte Fabrik" in Steyrermühl

Wo von 1868 bis 1988 Papier und Zellstoff erzeugt wurden befinden sich heute auf einer Fläche von über 4.000 m2 das Österreichische Papiermachermuseum, ein Druckereimuseum, ein Feuerwehrmuseum, eine Handschöpferei sowie ein modernes Veranstaltungszentrum.

Träger all dieser Einrichtungen ist der Verein Österreichisches Papiermachermuseum, der im Jahr 1993 vom ehemaligen Laakirchner Bürgermeister gegründet wurde. Im Jahre 1997 wurde nach jahrelangen Gestaltungsarbeiten im Bereich der ehemaligen Papiermaschinen und der Zellstoffbleicherei des Österreichischen Papiermachermuseums eröffnet.
Die nächsten wichtigen Meilensteine waren die Eröffnung des Druckereimuseums im Jahr 2000, die Eröffnung des völlig neu adaptierten Veranstaltungszentrums im Jahr 2003 sowie die Teilnahme an der Landesausstellung 2008 im Salzkammergut, bei welcher der gesamte Museumsbereich des Papiermachermuseum völlig neu gestaltet wurde. Weiters wurde im Rahmen der Landesausstellung eine kleine Brücke über die Traun errichtet. Früher wurde Papier aus alten Hader lumpen gemacht. Ein weiterer Höhepunkt ist die direkte Einbindung der Traun in die Gestaltung der "Papierwelten". Das Wasser als wichtigstes Element für die Papierherstellung - sei es für den Transport des Rohmaterials als auch zur Herstellung selbst - begleitet das Publikum auf verschiedene Weise bei Ihren Erkundungen, zum einen in Form von Exponaten, zum anderen indem die vorbei fließende Traun immer wieder als fixer Bestandteil des Museumsrundganges wahrgenommen wird.

Wir schöpfen unser eigenes Büttenpapier
Die erste Papiermaschine – „Langsieb“ erfunden von Nicholas-Louis Robert (F) 1798